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Ein Tag zwischen Vollgas und Absaufen |
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Es war der 5. Wertungstag in Folge. Auch wenn es morgens immer grau, trüb und wolkig aussieht, ein wenig wie im Herbst; spätestens um die Mittagszeit herrscht in Elchingen gutes Flugwetter. Entsprechende heute auch wieder die Aufgaben. 399,3 Kilometer in der Standardklasse, 435,1 Kilometer in der Rennklasse und eine SAA (291,2 bis 675,7Km mit Tmin=03:30) bei den Doppelsitzern. Um kurz nach 12 Uhr war der erste Start. Die Aufgaben aber sicherlich nicht einfach, so die ersten Kommentare.
Die ersten Landemeldungen kamen bereits gegen 15:30. Bis 16:30 war noch kein Teilnehmer regulär wieder am Platz. Allen in Elchingen war klar, in allen drei Klassen verlangte dieser Tag Alles von den Piloten.
In der 15m-Klasse gab es wieder einen tollen Wertungstag – Spannung pur, kann man da nur sagen. Geflogen wurde in allen 3 Klassen erst mal Richtung Südwesten Sigmaringen und Leibertingen. Gleich die erste Wende an der Donau bzw. südlich dem oberen Donautal war für einige schwierig. Je nach Zeitpunkt war es besser oder schlechter. Dann wieder zurück über die ganze schwäbische Alb. Normalerweise eine richtige „Rennstrecke“. Nur mitten auf der Alb, zwischen Laichingen und Gerstetten war plötzlich der Wurm drinnen. Ausbreitungen, Überentwicklung, Schauer, aber auch auflösende Wolken. Pulsierendes Wetter. Charlie Bauder sah sich ganz plötzlich im Keller, aus zweihundert Meter Höhe musste er sich wieder „hinaufpaddeln“. Von Treuchtlingen (Std.), Dollnstein und Denkendorf(südl. von Beilngries) dann wieder Richtung Nordwesten nach Burgbernheim bei Rothenburg ob der Tauber (15m+ Dosi) und Feuchtwangen am Autobahnkreuz und Burgbernheim. Gegen den Wind und in der nachlassenden Thermik sichlich auch kein leichter Schenkel. Der Rückweg nach Elchingen Richtung Süden mit dem Rückenwind war dann einfacher. Kurz vor 17:30 erreichten dann die ersten Flugzeuge (XL, LL und GH) der Doppelsitzer-Klasse mit Wertung Elchingen. Die bis Favoriten in der Rennklasse Martin und Georg Theisinger waren die ersten Piloten dieser Klasse in Elchingen. Auch Charlie Bauder erreichte sehr früh den Platz. Auch der erneut stark fliegende TOM Krauss erreichten Elchingen nach einem starken Flug. Um 18:30 fehlte noch die Hälfte der Teilnehmer. Kurz vor 19:00 Uhr, fast zum Thermikende waren dann endlich die „Bauder- Jungs“ zu hören. Es sollte aber 10 Minuten später noch ein ganzer Schwung aus Standard- und Rennklasse kommen. Darunter auch Mario Kießling und Michael Buchthal. Die Thermik machte Überstunden. Trotzdem, rund 20 Flugzeuge kamen nach nicht Elchingen zurück. Erneut waren wieder über 150 Zuschauer auf der Besucherterrasse. |
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Der Pfingstmontag war kein leichter Tag |
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Oder- so einfach wird man nicht deutscher Meister
Am Pfingstmontag-Morgen sah es über dem Härtsfeld ein wenig aus wie im Herbst. Ein Mix aus Nebel und Wolken. Doch Kenner der Ostalb wissen, es geht zwar etwas später los, aber fliegbar wird es trotzdem. Meteorologe Richard Heinrich hatte ein weiteres Mal mit seiner Wetterprognose recht. Der Start musste zweimal verschoben werden und die Strecke nach etwas zu großem Optimismus am Morgen den Gegebenheiten angepasst werden. Es sollte zwar der vorläufig kürzeste Wertungstag für die drei Klassen geben, doch mit Sicherheit auch der anspruchsvollste. In der Standardklasse und bei den Doppelsitzern verlief der Tag im wesentlichen ohne spektakuläre Besonderheiten. In der 15m-Klasse gab es eine SAA und einen „überraschenden“ Führungswechsel. Geflogen wurde erst mal Richtung Nordosten, dann Richtung Odenwald – weiter als die anderen Klassen in den Westen. Mosbach war sehr problematisch. Nur 7 Flugzeuge dieser Klasse kamen nach Elchingen zurück.

Die bis dahin souverän führenden Martin und Georg Theisinger mussten außenlanden. Alle drei Bauders und der erneut stark fliegende TOM Krauss erreichten nach einem starken Flug Elchingen – und punkteten. Auch heute waren wieder über 500 Zuschauer auf der Besucherterrasse. Sie wurden belohnt mit super Impressionen und tollen Fotomotiven. |
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Der 29. Mai im Kurzbericht |
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Am Freitag konnten die 98 Segelflugzeug zum zweiten Wertungsflug starten. Die 3 Klassen mussten erneut Aufgaben bis 400 Kilometer Distanz bewältigen. Keine leichte Aufgabe. Die Strecken führten Richtung Westen, Norden und Nordwesten. Über die gesamte Schwäbische Alb, den Schwarzwald in den Kraichgau und den Schwäbisch-Fränkischen Wald zurück auf die Ostalb. Also einmal um den Mittleren Neckarraum und Stuttgart herum. Besonders der Kraichgau, in Fliegerkreisen wegen seiner schlechten thermischen Verhältnisse auch „Kriechgau“ genannt, stellte für die Piloten eine schwere Aufgabe dar. Hinzu kam, dass sich erst sehr spät Wolken am Himmel gebildet haben. Fast die gesamte Flugstrecke musste deshalb bei sogenannter Blauthermik zurückgelegt werden. Das erfordert von den Piloten höchste Konzentration. Wer bei solchen Wetterlagen einen oder zwei Teampartner hat, mit denen er zusammen fliegen kann ist dabei im Vorteil. Nur die letzten 100 Kilometer von Weinsberg bei Heilbronn bis auf die Ostalb Waren aus segelfliegerischer Sicht sehr gut. Hier gab es dann die ersehnten Quellwolken. Die Doppelsitzerklasse hatte an diesem Tag die vermeintlich leichteste und kleinste Aufgabe. Es ging vom Härtsfeld in den Odenwald, der Wendepunkt war Michelstadt. Von dort nach Wertheim, an der Taubermündung in den Main, und wieder zurück über Oberkochen nach Elchingen. Flugstrecke 301,2 Kilometer. Erster in der Doppelsitzerklasse wurde Steffen Trapp von der LV Oberberg (NRW) gefolgt von Siegfried Baumgartl aus Dienstlaken und Dritter wurde Martin Haug aus Freudenstadt (Baden- Württemberg). In der FAI 15m-Klasse legte Tilo Holighaus die gesamte Strecke im Alleinflug zurück. Er flog sehr früh ab. Holighaus landete als erster Pilot überhaupt an diesem Tag wieder in Elchingen. Sein Vorsprung schien zunächst sehr groß: Über 30 Minuten. Doch Tilo Holighaus war nach der Ankunft der anderen Piloten nur noch 3 Minuten schneller. Doch diese 3 Minuten reichten zum Tagessieg. Zweiter wurde Sebastian Bauder (Blaubeuren) gefolgt von Thomas Krauss aus Kornwestheim. Alle drei Piloten kommen aus Baden- Württemberg. Der Heimvorteil könnte bei dem Wetter ein entscheidender Faktor gewesen sein. Das Favoriten-Duo, die Gebrüder Martin- u. Georg Theisinger wurden 13 u. 14. In der Standard-Klasse siegte Johannes Bick von der LSV Hofgeistmar (Hessen). Matthias Haufe aus Gifhorn (Niedersachsen) wurde zweiter und Arne Thielemann aus Erbslöh (Niedersachsen) Dritter. Weltmeister Michael Buchthal aus Freudenstadt hatte beim Start Pech. Er musste seinen Start noch am Boden abrechen und als letzter Starten. Doch trotz diesem enormen Zeitverlust und der damit verbundenen nervlichen Belastung schaffte er die Tagesaufgabe, wurde aber nur 22. In der Gesamtwertung, nach zwei Wertungstagen, liegt der Weltmeister aus Freudenstadt (BW) nun ebenfalls auf dem eher enttäuschenden 22. Platz.
Die Gesamtwertung sieht wie folgt in der Doppelsitzerklasse aus: Auf dem ersten Platz liegt Christoph Geissler aus Freudenstadt mit dem Prototyp des neuen Arcus. Zweiter ist sein Vereinskamerad Martin Haug; beide aus Baden- Württemberg. Dritter ist Steffen Trapp von der LV Oberberg (NRW). In der 15m- Klasse, auch Rennklasse genannt, führt der Favorit Georg Theisinger vor seinem Bruder Martin (Landau, RP). Dritter ist Thomas Krauss aus Kornwestheim bei Stuttgart(BW). In der Standard Klasse führt in der Gesamtwertung Franz Poch aus Blaubeuren bei Ulm (BW). Gefolgt von Johannes Bick (Hofgeismar, Hessen) und Dritter ist Arne Thielemann aus Erbslöh (Niedersachsen). Trotz der schwierigen Aufgabe hat den Leistungssegelfliegern dieser zweite Wertungstag jede Menge Spaß, Erlebnis und Spannung bereitet. Auch über die Pfingstfeiertage wird mit Sicherheit weitergeflogen. |
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Heute wird es wieder ein Wertungstag! Der Himmel ist noch klar, die Luft ist frisch und die Teams sind guter Laune - einem spannenden Tag steht also nichts im Wege!
Startaufstellung ist wieder auf der 27. Das Feld füllt sich eifrig: 15m vorn, dann Standard-Klasse und Doppelsitzer. Der Schlepp-Rekord von nur 1:13h vom Mittwoch wird heute sicherlich nicht erreicht werden können - eine der zwölf Schleppmaschinen ist ausgefallen. |
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Nachdem der erste Wettbewerbstag der Deutschen Segelflugmeisterschaften 2009 in Aalen Elchingen wetterbedingt, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser gefallen ist und neutralisiert werden musste, konnten die 99 Segelflugzeuge am Mittwoch endlich an den Start gehen. Wasser von oben, sprich Regen, war kein Thema mehr. Doch so sehr die Piloten Wasser von oben fürchten, ganz ohne kommen sie nicht aus. Vor jedem Flug befüllen sie die Flügeltanks mit über 100 Liter Wasser.
Warum Wasser im Segelflugzeug? Wieso fliegt ein Segelflugzeug 500 Kilometer in fünf Stunden mit Sonnenenergie und Wasserballast? In unserer hochtechnisierten Zeit ist die Segelfliegerei eines der wenigen verbliebenen Abenteuer, um die Kräfte der Natur zu erleben, mit ihnen zu spielen und sie auch für sich zu nutzen und mit offenen Augen die ständig wechselnden Eindrücke eines lautlosen Fluges zu genießen. Während beim Segelboot auf dem Wasser ohne Wind tatsächlich nichts geht, bewegen Segelflieger sich dreidimensional, es kommt also die Höhe mit dazu. Auch bietet sich ein Vergleich mit einem anderen Sport an: Um von einem hohen Ausgangspunkt abwärts zu gleiten, ähnlich wie ein Skifahrer den Hang herunterfährt, brauchen Segelflugzeugen keinen Wind. Im Gegensatz zum Ballon oder auch zum Luftschiff gehört ein Segelflugzeug zu denjenigen Luftfahrzeugen, die "schwerer als Luft sind", die also keinen eigenen Auftrieb haben. Weil nun dem Segelflugzeug zusätzlich auch noch die ziehende Kraft eines Motors fehlt, ist seine Flugbahn zuerst mal immer ein Abwärtsgleiten.
„Leicht fliegt gut" ist weitläufige Meinung So wie mancher schon als Kind beim Bau eines Drachens festgestellt hat. In den Anfängen der Segelfliegerei war dies auch das oberste Gebot, so dass die damals gebauten Segelflugzeuge gerade mal 50 kg wogen, während ein heutiges, ganz in glas- und kohlefaserverstärktem Kunststoff gebautes Segelflugzeug leer immerhin etwa 250 kg auf die Waage bringt. Und da sieht nun ein Flugplatzbesucher, wie die Segelflieger morgens 50,...100,..180 und teilweise noch mehr Liter Wasser in die dünnen Tragflügel ihrer Vögel einfüllen. Das Prinzip ist einfach....In der größeren Masse steckt bei gleicher Ausgangshöhe mehr kinetische Energie. Das schwere, mit Wasser beladene Segelflugzeug wird aus der einmal gewonnenen Höhe schneller vorwärts kommen und damit früher wieder den nächsten Aufwind nutzen können als ein leichterer Segler. Dieses steigt zwar besser im nächsten Aufwind, unterm Strich ist das mit Ballast beladene Flugzeug bei guten Aufwinden aber das Schnellere und wenn abends die Thermik schwächer wird kann das Wasser wieder abgelassen werden. Auf diese Weise können Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h auch über große Distanzen erreicht werden. Oft wird sogar zu wenig Wasserballast mitgenommen, - es wird (viel) zu oft „gekurbelt“, also in der Thermik gekreist, und es wird zwischen den Aufwinden zu langsam geflogen. Wenn die Thermik schlechter wird, trennt sich der Pilot oft zu spät vom Wasserballast. Also auch hier ist genauestes Beobachten der Natur und die richtige Taktik ein entscheidender Faktor für den Wettbewerbserfolg. Wenn die Segelflugzeuge dann abends mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h zum Flugplatz zurückkehren und ihre Wasserballast ablassen, ist das für alle Betrachter ein eindruckvolles Bild. Wie in einer Fontaine schießt das Wasser aus den Ventilen auf der Unterseite der Flugzeuge. |
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