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(Stand 19:00 Uhr) Bei den Deutschen Segelflugmeisterschaften auf dem Flugplatz Aalen- Heidenheim-Elchingen fand am Samstag der 3. Wertungstag statt. Das Flugwetter am Pfingstsamstag war ideal für einen guten Flug. 
In der Standard-Klasse war am Samstag eine Racing Task um zwei festgelegte Wendepunkte zu fliegen. An den Plettenberg bei Balingen. Von dort nach Geisingen und quer über die schwäbische Alb zurück nach Elchingen. Streckenlänge 298,8 Kilometer. Nach zwei eher durchschnittlichen Flügen konnte auch der amtierende Weltmeister in der Standardklasse Michael Buchthal seiner Favoritenrolle gerecht werden. Der Weltmeister aus Freudenstadt wurde an diesem Tag vierter und liegt damit jetzt in der Gesamtwertung auf dem 10. Platz. Der Aalener Lokalmatador Manfred Streicher hatte besonderes Pech. Sein Wasserballast-Tanksystem im rechten Flügel war defekt. Deshalb konnte der Aalener kein Wasser mitnehmen. Ein großes Handicap. Ein leichtes Flugzeug steigt zwar besser in der Thermik, doch im Geradeausflug ist er ohne Wasser gegenüber den Anderen hoffnungslos unterlegen. Bei diesem Problem war für ihn nicht dran zu denken, Plätze gut zu machen. Am Ende landete er auf einem für ihn enttäuschenden 35. Tagesplatz. Nach der vorläfigen Wertung (Stand 18:30) ist Martin Schönwandt aus Mannheim Tagessieger. Er schaffte die Strecke mit einer Schnittgeschwindigkeit von 105,11 km/h. In der Gesamtwertung führt Franz Poch aus Blaubeuren bei Ulm.

Die Doppelsitzer-Klasse erhielt eine SAA – Aufgabe (Speed Assigned Area Task) mit einer Mindestzeit von 2,5 Stunden. Von Aalen über Schwenningen und Mengen zurück nach Aalen; Bei einer SAA (Speed Assigned Area Task) haben die Piloten die Freiheit innerhalb eines Zylinders, rund um den Wendepunkt selbst zu entscheiden wo sie umdrehen. Gewonnen hat der, wer die größte Strecke in der schnellsten Zeit fliegt. Die Strecke hat eine Minimaldistanz von 258,9 Kilometer und eine Tagesmaximum von 370,8 Kilometer. Die Tageswertung gewann Gerhard Hermann aus Hirzenhain, der eine Strecke von 273,8 Kilometern mit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 101,76 Kilometern zurücklegte.
In der 15m-Klasse (Rennklasse) war eine Racing Task um zwei festgelegte Wendepunkte zu absolvieren. Von Aalen zum Klippeneck, weiter nach Mengen an der Donau und zurück nach Elchingen. Gesamt 287,1 Kilometer. Auch hier eine gut lösbare Tagesaufgabe. Ganz offensichtlich führte die Flugroute durch Gebiete mit guten Aufwindbedingungen.
Der Tagessieg ging an die Brüder Martin und Georg Theisinger. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 110,85 bzw. 109,93 km/h. In der Gesamtwertung führen inzwischen klar die beiden fliegenden Brüder aus Landau.
Bis Ende nächster Woche wird an jedem Tag geflogen, an dem es das Wetter zulässt. Die Aufgabengrößen liegen dabei zwischen 150 km und 600 km, bei sehr guten Bedingungen sogar noch mehr. Beim Segelfliegen geht es darum, die vorgegebenen Wendepunkte möglichst schnell zu umrunden. Die Höhe, die beim Kreisen in Aufwinden gewonnen wird, kann anschließend im Gleitflug in Strecke umgesetzt werden. In die Luft kommen die 98 Segelflugzeuge im Flugzeugschlepp hinter einem Motorflugzeug. Der Abflug wird für eine Klasse freigegeben, 15 Minuten nachdem der letzte Pilot gestartet ist. Den genauen Abflugzeitpunkt können die Piloten dann innerhalb eines Zeitfensters von 2 Stunden frei wählen. Gewonnen hat nicht derjenige, der als erster die Ziellinie überfliegt, sondern der, der die geringste Zeit benötigt hat. Jedes Flugzeug ist mit einem GPS-Logger ausgestattet, der den Flugweg mitschreibt und die Umrundung der vorgegebenen Wendepunkte, sowie die Abflugzeit über der Abfluglinie dokumentiert. Aktuelle Wertungen stehen auf dieser Seite zur Verfügung.
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